Presse & Veranstaltungen
WERBEN UND
ERFOLGREICH HELFEN
Sozialsponsoring Ravensburg e.V.

Die Bilanz: 250.000 Euro in zehn Jahren für soziale Zwecke

Sozialsponsoring Ravensburg feierte 10jähriges Jubiläum im Theater Ravensburg


Zum zehnjährigen Jubiläum des Vereins Sozialsponsoring kamen am 21. Oktober rund 120 Besucher ins Theater Ravensburg. Nachdem sie zuvor einer Festansprache von Bürgermeister Hans-Georg Kraus und einer Podiumsdiskussion unter der Leitung von Ulrike Felder-Rhein vom SWR sowie der brasilianischen Musik von Os bolinhos de bacalhau lauschen durften, bogen sich die überwiegend im sozialen Bereich tätigen Besucher vor Lachen beim Improvisationstheater ?Niess, Klawuhn und ihr Metzger?. Gelacht wurde über den Erfinder eines Augenbrauenföhns, das Helfersyndrom, verschieden aussehende Sozialpädagogen und ein Reh.

Sozialpädagogen, Unternehmer und das von Jutta Klawuhn dargestellte Reh haben ja etwas gemeinsam. Sie sind scheu. Rehe gelten grundsätzlich als scheu. Sozialpädagogen sind dann scheu, wenn es darum geht, Geld zu sammeln. Unternehmer und Staat werden scheu, sobald es darum geht, Geld zu geben. Zumindest Unternehmer sind in einem Kapitalsystem aber durchaus bereit, Finanzielles bereitzustellen, wenn sie hierfür eine Gegenleistung erhalten und sei es auch nur Anerkennung oder Werbung.


So entstand Ende der 90er Jahre die Idee zum Verein Sozialsponsoring, als die im Verein engagierten Mitglieder jedes Jahr wieder bangten, ob genug zusammen kommen würde, um ihre Beratung aufrecht erhalten zu können. Auf dem Podium erzählte Liv Pfluger, Vorsitzende des Vereins und bei der Beratungsstelle Grüner Turm tätig, von dem Problem, dass die Vereine täglich Projekten und Geldern hinter her rennen würden und ihrer eigentlichen Aufgabe ? Menschen zu beraten und zu helfen ? kaum mehr nachkommen könnten.

Warum sollten sich die kleinen Vereine, die keine große Bürokratie aufgebaut haben, nicht im wirtschaftlichen Bereich zusammenschließen, um Sponsoren zu finden, die ihre Arbeit finanzieren? Sponsoren, die damit werben, dass sie sich regional engagieren und damit für die Idee, dass auch vor unserer Haustür Hilfe dringend nötig ist. Hand und Fuß bekam die Idee, so verriet Christine Pohle-Rommel als Sponsorenvertreterin, als Bredl als erster großer Finanzsponsor einstieg. Sie selbst hilft mit ihrem Unternehmen Pro Mittelstand dem Verein als Sponsor bereits seit der ersten Stunde in der Verwaltung der Gelder.

Inzwischen verzeichnet der Verein durchschnittlich 25.000 Euro im Jahr sowie 20 langjährige Sponsoren, von denen einige aktiv mit dem Verein Aktionen gestalten und damit ihr Engagement zeigen. So war denn auch der Tenor unter den Besuchern des Abends, dass man sich noch mehr Unternehmen wünschen würde, die statt in teure Werbekampagnen in eine soziale Kampagne mit dem Verein Sozialsponsoring investierten.

Ein Sponsoring sei auch für kleinere Unternehmen bereits ab 50 Euro im Monat möglich. Angesichts ganz anderer Beträge für Werbeausgaben würde man hier mit seinem Beitrag auch noch etwas Wichtiges leisten, nämlich schnelle unbürokratische Hilfe in Form von niederschwellig zugänglicher Beratung für in Not geratene Menschen. Dies betonte Bürgermeister Kraus in seiner Rede. Er selbst war 2001 bei der Gründung dabei und freute sich, im Namen der Stadt zusätzliche 1.000 Euro an den Verein zum 10jährigen Jubiläum überreichen zu können.

In dem Verein Sozialsponsoring e.V. engagieren sich seit 10 Jahren Lebenshilfe, AIDS-Hilfe, Frauen und Kinder in Not, Brennessel, Hospizgruppe und Frau & Gesellschaft für behinderte und notleidende Menschen in Ravensburg.

Hier finden Sie die Pressemeldung zum Download.